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07.12.2015

Sozialstiftung sammelt 2.800 Euro Spenden

Benefizabend zu Gunsten unserer Flüchtlingsarbeit

Rund hundert Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verbänden folgten der Einladung der AWO Sozialstiftung Roth-Schwabach zu einem Benefizabend zu Gunsten der Flüchtlingsarbeit der Arbeiterwohlfahrt. Neben dem Auftritt des Kabarettisten Karl-Heinz Röhlin und seiner Frau Ruth bildete die erstmalige Verleihung des Rosa-Mihalka-Stiftungspreises den Höhepunkt des Abends.

Das Schicksal der tausenden von Menschen, die in unserer Region Zuflucht suchen, berühre auch die Mitglieder und Mitarbeiter im AWO Kreisverband Roth-Schwabach e. V., erläuterte Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Stiftungsvorstand Jürgen Feicht die Beweggründe des AWO-Kreisverbandes, sich zukünftig verstärkt auch in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren zu wolle. So seien beispielsweise wenige Meter von der Schwabacher Kreisgeschäftsstelle rund 200 Menschen in einer Notunterkunft untergebracht. Die Bedingungen, unter denen die Asylsuchenden, unter ihnen zahlreiche Familien mit kleinen Kindern, dort leben müssten, seien zum Teil grenzwertig. Dank dem Engagement des AWO-Jugendwerkes und dem örtlichen Asylhelferkreis konnte vor einigen Wochen ein Spielzimmer für Flüchtlingskinder eingerichtet werden. Mittlerweile biete die AWO dort gemeinsam mit Ehrenamtlichen an sechs Tagen in der Woche eine professionelle Kinderbetreuung an. Der Kreisvorsitzende und Stiftungsvorsitzende Hartmut Hetzelein berichtete zudem von der ersten sozialpädagogischen Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die der Kreisverband vergangene Woche in Schwabach eröffnet habe. Weitere Projekte seien derzeit in der konkreten Planung und sollen mit Unterstützung der AWO Sozialstiftung Roth-Schwabach in den nächsten Monaten realisiert werden.

In den Benefizabend eingebettet war die Preisverleihung des in diesem Jahr erstmals ausgelobten Rosa-Mihalka-Stifungspreises. Die stellvertretende Kreisvorsitzende Christine Heller beschrieb die Namenträgerin des Preises, Rosa Mihalka, als "eine Frau der Tat", die sich nicht nur im Schwabacher Stadtrat engagierte, sondern auch den AWO Ortsverein Wolkersdorf-Dietersdorf gründete und ihm anschließend über 35 Jahre vorstand. Mit ihrem zukünftig im zwei jährigen Turnus zu verleihenden Stiftungspreis wolle die Sozialstiftung die gesamte Bandbreite sozialer Angebote und ausdrücklich auch Projekte außerhalb der Wohlfahrtspflege ansprechen und ihnen mit einer finanziellen Förderung zur Verwirklichung verhelfen, so Heller. Einzige Bedingung sei es, dass die Projekte das Leitmotiv "Das Leben lebenswerter gestalten" als Ziel verfolgen müssen. Bereits bei der ersten Ausschreibung des Stiftungspreises konnte sich die Jury, bestehend aus Stiftungsvorstand und Stiftungsrat, über zahlreiche Bewerbungen freuen, so dass es nicht möglich war, sich auf einen einzelnen Preisträger zu einigen. Das Rother Inklusionsnetzwerk e. V., an diesem Abend durch den Vorsitzenden Dr. Paul Rösch und seiner Stellvertreterin Claudia Tauber vertreten, reichte ein Projekt ein, in dem Flyer und Homepages mit verständlicherer Sprache, aber auch größerer Schriftdarstellung barrierefrei gestalten werden sollen. Dr. Rösch freute sich über den Preis und die finanzielle Förderung in Höhe von 500 Euro. In seinen Dankesworten sah er in der Region viele positive Ansätze auf dem Weg zur Barrierefreiheit, berichtete aber auch von negativen Erfahrungen, die Menschen mit Handicaps immer wieder machen müssten. Das AWO Wohnpflegeheim Wengen (Nennslingen) beteiligt sich jedes Jahr an den internationalen Wochen gegen Rassismus. In diesem Jahr drehten Mitarbeiter und psychisch erkrankte Bewohner ein Video, in dem sie sich gemeinsam gegen Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit aussprachen. Die Würdigung des kontinuierlichen Engagements mit dem Rosa-Mihalka-Stiftungspreis beschrieb Einrichtungsleiterin Irmgard Orterer als "große Ehre", das Preisgeld von 500 Euro spendeten die Mitarbeiter jedoch postwendend für die Flüchtlingsarbeit der AWO weiter.

Auf eine Gage verzichtete an diesem Abend auch der ehemalige Nürnberger Regionalbischof Dr. Karl-Heinz Röhlin. Mit seinem von seiner Frau Ruth musikalisch untermalten Programm "Die Franken sind wunderbar" trieb der Kabarettist Röhlin den Zuschauern einige Lachtränen in die Augen. Neben einem humoristischen Streifzug durch die fränkische Geschichte und einigen Exkursen in die Welt des fränkischen Traditionsfußballvereins 1. FC Nürnberg analysierte Röhlin auch die Charaktere und Eigenheiten fränkischer Männer und Frauen. Auch einigen fränkischen Prominenten, unter ihnen die Mutter von Martin Luther, Fußballer Lothar Matthäus oder Heimatminister Markus Söder, begegneten die Zuhörer im Laufe des Abends. Abschließend dankte Röhlin den Gästen und der Arbeiterwohlfahrt für ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit: "Hier wird derzeit wirklich jeder Euro benötigt."