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15.06.2016

"Die Bürger entscheiden, ob so ein gemeinnütziges Konzept funktioniert"

Viel Lob anlässlich des 5. Jubiläums des Eckersmühlener CAP-Supermarktes

Mehre hundert Gäste besuchten vergangenen Samstag anlässlich seines fünften Jubiläums den gemeinnützigen CAP-Lebensmittelmarkt in Eckersmühlen. Neben der Gelegenheit zum Wochenendeinkauf lockten sie Gegrilltes sowie Kaffee und Kuchen. Im Rahmen des offiziellen Festaktes würdigten Landrat Herbert Eckstein, Roths Bürgermeister Ralph Edelhäußer sowie sein Amtsvorgänger Richard Erdmann den "Mut" des AWO Kreisverbandes Roth-Schwabach, im Jahr 2011 mit einem integrativen Laden-Konzept die Lücke in der Nahversorgung des größten Rother Ortsteils geschlossen zu haben.

Altbürgermeister Richard Erdmann, damals maßgeblich für die Ansiedlung des Supermarktes mitverantwortlich, konnte dabei sogar aus erster Hand berichten, wie gut die Zusammenarbeit zwischen psychisch erkrankten und gesunden Mitarbeitern im Team des CAP-Supermarktes funktioniere: "Ich komme fast täglich zum Einkauf her. Die Beschäftigten sind immer gut gelaunt und können stets kompetent weiterhelfen". Das und eine größtmögliche Flexibilität seien die Stärke des gemeinnützigen Marktes, erklärte Burkard Winter als Geschäftsführer der AWO-Selbsthilfefirma "Auf Draht", welche die Trägerschaft für den CAP-Markt inne hat. "Fehlt dem Kunden beispielsweise ein bestimmtes Müsli in unserem Sortiment, so bestellen wir es ihm."

"Uns geht es bei unserem CAP-Supermarkt nicht um die Erzielung eines Gewinns", erklärte der Vorsitzende des AWO Kreisverbandes Roth-Schwabach, Hartmut Hetzelein, die Beweggründe für das Engagement des Wohlfahrtsverbandes. Durch die Kooperation mit der Genossenschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Süd eG, die deutschlandweit über hundert vergleichbare Märkte betreibt, könnten psychisch erkrankten Menschen, die sonst auf dem Arbeitsmarkt wohl keine Chance hätten, sozialversicherungspflichte Arbeitsplätze geboten werden – die örtliche Bevölkerung profitiere wiederum durch einen wohnortnahen Supermarkt. Dennoch habe sich der Kreisverband in den letzten Jahren erheblich strecken müssen, um die anvisierte "schwarze Null" zu erreichen. Landrat Herbert Eckstein sah hier vor allem die Bürger gefragt: "Sie stimmen mit Ihren Einkäufen darüber ab, ob so ein gemeinnütziges und integratives Konzept funktioniert".

Ins selbe Horn blies auch der Vertrauensobmann der evangelischen Kirchengemeinde Roland Merkenthaler, der dem Team um Marktleiterin Ina Schmidtke ebenfalls seinen Dank aussprach. So würde die Kirche genau wie viele andere örtlichen Vereine und Verbände ihre Einkäufe regelmäßig über den gemeinnützigen CAP-Supermarkt beziehen. Das Lob für die Beschäftigten griffen die AWO-Verantwortlichen und ihre Ehrengäste auf und überreichten jedem CAP-Mitarbeiter anlässlich des Supermarkt-Jubiläums ein kleines Präsent. Zum Abschluss der Spendenaktion, bei der Kunden Tüten im Wert von fünf Euro erwerben konnten, die anschließend im monatlichen Zyklus an ein andere soziale Organisation vor Ort übergeben wurden, bekam die Fußball-Bambini-Mannschaft des TV Eckersmühlen selbstausgesuchte Produkte im Wert von 150 Euro überreicht.