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www.awo-roth-schwabach.de › Senioren und pflegebedürftige Menschen › Pflegeheime › Wendelstein › Aktuelles › Berichte › 04.05.2018 25 Jahre AWO-Pflegeheim Wendelstein

Ehrungen und Rückblick „mit Überraschung“ zum 25.Geburtstag des AWO-Heims

Fürsorgliches „Daheim auf Zeit“ im Wandel von 25 Jahren

Wendelstein - „25 Jahre AWO-Pflegeheim Wendelstein, das sind 25 Jahre permanenter Veränderungen im Pflege- und Versorgungswesen, unzählige Meter Akten und medizinische Unterlagen, übersichtlich erfasste Daten und Fakten - aber das sind vor allem auch 25 Jahre Leben in dieser Einrichtung als ein ‚Daheim auf Zeit‘ mit bleibenden Erinnerungen an die vielen Bewohner seit der Eröffnung und an unzählige Mitarbeiter, die hier für die Heimbewohner stets da sind.“ Mit diesem Kurzresümee umriss Heimleiterin Beate Schwarzmann bei der jetzigen Jubiläumsfeier, was ihr spontan einfällt, wenn sie an 25 Jahre Wendelsteiner AWO-Pflegeheim denke.

Unter den Ehrengästen begrüßte Heimleiterin Beate Schwarzmann unzählige Ehrengäste mit Landrat Herbert Eckstein, Ehrenbürger und Alt-Bürgermeister Wolfgang Kelsch, 1. Bürgermeister Werner Langhans und AWO-Kreisgeschäftsführer Rainer Mosandl an der Spitze. Dass dieses Pflegeheim heute sein 25jähriges Bestehen feiern kann - so Schwarzmann - verdankt die AWO als Träger und die Gesellschaft generell vor allem dem Mut damaliger Amtsträger in der Gemeinde und im Landkreis, die trotz Absagen und damaliger Statistiken nicht nur an „morgen“, sondern wesentlich weiter dachten und deshalb bewusst das Projekt durchzogen.

Und sie umriss, was für sie als Leiterin der heutige Festtag bedeute: Zum einen 25 Jahre permanente Veränderungen im staatlichen Pflege- und Versorgungswesen, meterweise Aktenbestand und jahresweise geordnet Daten und Fakten zum „Alltagsleben“ hier im Heim. Angelehnt an den Goethespruch „Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s sein“ sei das Pflegeheim für deren Bewohner wie für die hier Arbeitenden aber auch ein „Da-Heim auf Zeit“, wo jeder und jede bewusst Mensch sein dürfe und diese Einstellung präge das besondere Zusammensein hier. Der AWO dankte sie zudem, dass diese vor 25 Jahre die Trägerschaft übernommen habe und seit mehreren Jahren Besitzer des Gebäudes ist, um die Zukunft dieser Institution zu sichern.

 „Eine Heimeinrichtung wie diese hier ist eine Lebensentscheidung“

Ihre Eröffnungsworte beschloss sie mit vielfachem Dank: Dieser galt allen hier tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein weiterer Dank ging an die Gemeinde und dem Landkreis für die stetige Unterstützung seit der Eröffnung vor 25 Jahren und auch an den AWO-Ortsverband ging ein „Danke“, denn er bereichert das „Alltagsleben“ im Pflegeheim durch Einbindung des Heims und der Bewohner in seine jährlichen Aktivitäten. „Wer hätte gedacht, dass dieses Pflegeheim - 1993 noch als ‚unnötig und nicht förderwürdig‘ bewertet - heute eines der drei größten Pflegeheime im Landkreis ist?“ fragte danach Landrat Herbert Eckstein rückblickend.

Wer dem Landrat zufolge heute die Aufgabe übernehme, ein Haus wie das hiesige Pflegeheim zu bauen und zu betreiben, der denke nicht kurzfristig aus einer Laune heraus, sondern treffe eine Lebensentscheidung für viele mit: Für die Leben der Bewohner „auf ungewisse Zeit“ und für die Mitarbeiter, die hier einen verantwortungsvollen Arbeitsplatz mit viel persönlichem Herzblut täglich haben. Genau deswegen war die Entscheidung zum Bau vor 25 mutig und richtig und allen hier tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch ehrenamtlichen Helfern könne ihr großes Engagement nicht genug gedankt werden.

 Von der Ortsrandlage ins „erweiterte Ortszentrum“ hineingewachsen

Auch 1.Bürgermeister Werner Langhans gab gern den Dank der Gemeinde an alle im Pflegeheim Tätigen zurück. Als spannende Entwicklung der letzten 25 Jahre erwähnte er zudem, dass das Pflegeheim 1993 noch wirklich am Ortsende und bewußt als „Ruhepunkt“ für die Bewohner gebaut wurde und heute längst mit der fortschreitenden Bauentwicklung im Ort zum erweiterten Ortszentrum gehöre - und dabei bis heute ein „Ruhepunkt“ geblieben sei. „Hier steht der Mensch im Mittelpunkt mit seinen Bedürfnissen und das zeichnet dieses Pflegeheim aus“ würdigte er den Arbeitsalltag im AWO-Heim und übergab als Geschenk eine Geldspende.

Für den AWO-Kreisverband überbrachte Geschäftsführer Rainer Mosandl die Glückwünsche und erinnerte daran, dass der Pflegeheimbau in Wendelstein 1993 auch für die AWO ein Wagnis mit großem Vertrauen auf die hiesigen Partner war: Zeitgleich mit der Entscheidung, hier ohne öffentliche Fördergelder ein Pflegeheim mit 100 Betten zu erbauen, war die AWO im Landkreis damals auch Bauträger und Betreiber von drei weiteren Pflegeheimen. Allen - im Nachhinein falschen Statistiken - zum Trotz waren zudem innerhalb eines Jahres schon hier in Wendelstein alle vorhandenen Pflegebetten belegt.

 Das Heim als „Hort des Glücks und der guten Zusammenarbeit“

Für den Gesamtbetriebsrat des Pflegeheims beschloss dessen Vorsitzender Jürgen Feicht den Tagesordnungspunkt der Grußworte: Vor allem angesichts aktueller Probleme der „großen Politik“ in Berlin mit der Integration sei zu bemerken, dass diese hier im AWO-Heim bestens und problemlos laufe, da im Heim Mitarbeiter aus zehn Ländern gut und engagiert zusammenarbeiten. Das AWO-Heim ist insofern ein „Hort des Glücks und der guten Zusammenarbeit“ auch im Sinne der Hauptaufgabe dieser Institution - nämlich alten Leuten hier bei ihrem Aufenthalt eine gefühlte „Heimat auf unbestimmte Zeit“ mit Bezug auf ihre Bedürfnisse zu ermöglichen.

Als weiterer Punkt der Jubiläumsfeier stand eine Segnung durch Gemeindereferentin Annette Gerstner und Pfarrer Michael Kneißl als ökumenischer Akt auf dem Programm: An den Versuch, fürs AWO-Pflegeheim mit Empfehlungen aus der Bibel eine „geistige Hausordnung“ zu formulieren für den dauerhaften Weiterbestand der bereits betonten guten Zusammenarbeit, schloss sich ein Segensspruch an. Ein Höhepunkt der Jubiläumsfeier war auch die Mitarbeiterehrung, bei der mehreren Mitarbeiterinnen aus den Arbeitsbereichen im Heim für bis zu 25jährige Tätigkeit im Wendelsteiner AWO-Pflegeheim mit Geschenken und Urkunden gedankt wurde.

 Als Überraschung trat die „AWO-Mitarbeiterband“ auf

Mit den Ehrengästen als weiteren Gratulanten dankte Heimleiterin Beate Schwarzmann folgenden „treuen Geistern“ des AWO-Pflegeheims für ihre lange Mitarbeitertreue: Für zehn Jahre wurde Gisela Keller ausgezeichnet und für stolze 20 Jahre Elke Schilling. Bereits seit der Eröffnung des Pflegeheims im Mai 1993 sind zudem Ilona Bumm, Petra Grabinger, Sonja Scherbel, Angela Tillack und Adele Vetter hier tätig und erhielten ebenso eine Ehrenurkunde samt Präsent. Zum Finale hatte sich Beate Schwarzmann zudem zwei Überraschungen aufgehoben, von denen die erste die Präsentation des neuen Heim-Magazins „Daheim“ war.

Die zweite Überraschung war der Auftritt einer „AWO-Heimband“ - aus mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegeheims bestehend. Für das Jubiläum hatte sich die Gruppe das Lied „Für immer jung“ vorgenommen und passend zum Festanlass teilweise einen neuen Text ergänzt. Dieser musikalische Überraschungsauftritt war zugleich die Überleitung zum gemütlichen Teil der Jubiläumsfeier, wozu die Küchenmannschaft des Pflegeheims ein reichhaltiges kaltes Buffet vorbereitet hatte, das auch durch Spenden örtlicher Förderer um Kaffee und Kuchen und andere Getränke bereichert wurde.           (jör)

Text mit freundlicher Genehmigung von Dr. Jörg Ruthrof