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www.awo-roth-schwabach.de › Senioren und pflegebedürftige Menschen › Pflegeheime › Wendelstein › Aktuelles › Berichte › 01.03.2017 Ein hochkarätige Fachtagung...

Eine hochkarätige Fachtagung...,

...hat uns auch dieses Jahr ins niedersächsische Hildesheim geführt. Vollgefüllt mit wertvollen Impulsen für unsere Arbeit sind wir von der "Holler Runde" wieder heimgereist. In der Eisenbahn haben wir die gewonnenen Erkenntnisse besprochen und waren auch noch künstlerisch aktiv. :) Mit von der Partie waren unsere Fachkräfte Karin Pelger und Erkan Yagiz, die derzeit ein Qualitätsprojekt für Demenz bei uns durchführen, Wohnbereichsleiter und Demenzexperte Robert Scheuerer, Pflegedienstleiter Reinhold Wagner und Heimleiterin Beate Schwarzmann.
„Altenhilfe auf der Achterbahn – Das große Ringen um die angemessene Versorgung von Menschen mit Demenz“ So lautete der Titel dieser Fachtagung am 1. März in Hildesheim.
Im Rahmen der Tagung wurden die derzeitige Situation in der Altenhilfe und die enormen Veränderungsprozesse durch die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen beleuchtet.
Wie wirken sich diese Veränderungen speziell auf die Pflege von Menschen mit Demenz aus? Vor welchen Herausforderungen stehen die Heime? Was heißt das für die Mitarbeitenden?
Welche Konzepte benötigen wir für Menschen mit psychischen Störungen im Alter? Wie sollten wir helfen, wenn zusätzlich zu Demenz chronifizierte Angststörungen, Folgen von Suchterkrankungen oder Depressionen auftreten?
Weitere Vorträge drehten sich beispielsweise um Aufbau und Methodik von Fallkonferenzen oder um die intensivpflegerische Versorgung unter palliativen und hospizlichen Aspekten.
Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und das neue Begutachtungsverfahren der medizinischen Dienste der Krankenkassen wurden speziell auf ihre Auswirkungen auf die Menschen mit Demenz mit besonderen und zeitintensiven Bedürfnissen hin diskutiert.
„Kommen wir vom Regen in die Traufe?“ wurde hierzu gefragt.
Sehr interessant fanden wir auch die Themen die direkten Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz. Wo liegen beispielsweise Grenzen für die ambulante Versorgung von pflegebedürftigen Menschen mit Demenz?
Und eine ganz wichtige Frage, die wir uns auch in unserem Haus immer wieder stellen: Wie können wir bei all den Herausforderungen und engen Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag die Würde des Menschen mit Demenz achten?
Einen ganz wichtigen Impuls nahmen wir aus dem Abschlussvortrag mit. Nicht für alle Fragen lassen sich immer gleich Lösungen finden. Auch das muss man aushalten können. Aber es ist wichtig wach zu bleiben und die Fragen konsequent zu stellen. Und immer wieder nach den bestmöglichen Antworten zu suchen.
Das geht nur mit einem hochqualifizierten und sehr engagierten Team. Das haben wir und dafür sind wir sehr dankbar.
Und man braucht Zeit. Zeit für das Wichtige. Zeit für die pflegebedürftigen Menschen. Und dafür lohnt es sich immer wieder zu kämpfen.