Behindertenbereich

Das Wohnpflegeheim Wengen ist auch eine Einrichtung für Wohnen und Tagesbetreuung für Erwachsene mit seelischer Behinderung nach SGB XII. Es gibt es drei Wohnbereiche, in denen wir insgesamt 36 seelisch Kranke ohne Pflegestufe betreuen.
Wohnbereich 1
Der WB1 befindet sich im Erdgeschoss des Altbaus. Dort leben 8 HeimbewohnerInnen, die einen gesetzlichen Unterbringungsbeschluss, jedoch keine Pflegestufe haben. Überwiegend werden dort junge Menschen direkt aus dem Bezirkskrankenhaus aufgenommen und betreut. Schwerpunktmäßig geht es in diesem Wohnbereich nach der individuellen Eingewöhnungszeit um eine Stabilisierung und die Eröffnung von Zukunftsperspektiven.
Durch das Zusammenleben in der Kleingruppe werden soziale Kompetenzen eingeübt und lebenspraktische Ressourcen entdeckt und verinnerlicht. Wichtig ist ebenfalls eine kontinuierliche Einnahme der ärztlich verordneten Medikation und eine sinnvolle Tagesgestaltung (regelmäßige Teilnahme an der Arbeits- und Beschäftigungstherapie).
Ausgang wird in diesem Wohnbereich in der Eingewöhnungsphase nur mit Begleitung des Personals gewährt. Nach positiver Bewährung kann der Ausgang zeitlich begrenzt auch ohne das Personal stattfinden bzw. individuell geregelt sogar zeitlich uneingeschränkt. Dieser Wohnbereich soll der Vorbereitung für ein Leben im offenen Bereich der Einrichtung bzw. einer ambulant betreuten Wohnform dienen.
Wohnbereich 3
WB3 erstreckt sich über den 1. Stock des Altbaus und einen kleinen Bereich des Erdgeschosses im Altbau. Hier leben 16 HeimbewohnerInnen ohne Unterbringungsbeschluss und ohne Pflegestufe, die jedoch aufgrund ihres jahrelangen Lebens in der Einrichtung eine enge Tagesstruktur und „stationäres Setting“ gewöhnt sind und dieses auch benötigen. Es besteht jedoch immer die Option Integration in die hausinterne integrative Wohngruppe oder eine ambulant betreute Wohnform.
Wohnbereich 5
WB5 befindet sich im 2. Stock des Altbaus und bietet 12 HeimbewohnerInnen eine einrichtungsinterne integrative Wohngruppe. Diese Gruppe ist nicht in das Vollversorgungssystem der Einrichtung involviert. Hauswirtschaftliche und lebenspraktische Tätigkeiten werden mit Anleitung fester Bezugspersonen von den HeimbewohnerInnen selbst übernommen. Ziel ist die Förderung einer möglichst großen Eigenständigkeit bzw. der Auszug in eine ambulant betreute Wohnform.

