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05.10.2016

Betriebliches Gesundheitsmanagement als Teil der Unternehmenskultur

Als erstes Unternehmen in Bayern wird der AWO-Kreisverband mit dem "Gold Status" zertifiziert

Als erstes Unternehmen in Bayern konnte der AWO Kreisverband Roth-Schwabach sein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) von der "Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen" (DQS) sowie der AOK Gesundheitskasse mit der höchsten Auszeichnungskategorie, dem "Gold Status" auditieren lassen.

Anfangs stand die Idee eines Vortrages zu den damaligen Änderungen im Krankenkassensystem. "Innerhalb von neun Jahren entwickelte sich hieraus ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, dass in seiner Systematik und Angebotsfülle überregional seinesgleichen sucht", war der AWO-Kreisvorsitzende Hartmut Hetzelein angesichts der unabhängigen Zertifizierung sichtlich stolz. Ausgewählt werden die Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge, beispielsweise Besinnungs- und Entspannungstage, Rückenkurse sowie Ernährungsschulungen, von einem innerbetrieblichen Arbeitskreis, in dem neben Vorstand, Geschäftsführung und Einrichtungsleitungen auch der Gesamtbetriebsrat beteiligt sind. Aber auch die Mitarbeiter selbst können Wünsche zu präferierten Angeboten einreichen. Sogenannte "Kümmerer", für das Betriebliche Gesundheitsmanagement zuständige Ansprechpartner in den Einrichtungen, sorgen für eine breite Akzeptanz der Angebote, tragen aber auch Anregungen in den Arbeitskreis. Neben einer Freistellung für Maßnahmen während der Arbeitszeit gewährt der Kreisverband seinen Mitarbeitern in Einzelfällen sogar einen Tag Sonderurlaub für die erfolgreiche Teilnahme an einer BGM-Aktion. Flankiert werden die Angebote durch zahlreiche Betriebsvereinbarungen, beispielsweise zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement oder dem Umgang mit Suchterkrankungen. Die Zertifizierung sah Hetzelein als Motivation, in den Bemühungen nicht nachzulassen: "Die Gesundheit unserer Beschäftigten zu schützen, wird in Zeiten, in denen die Arbeitsbelastungen im sozialen Bereich leider weiter zunehmen, immer wichtiger." Dass die gemeinsamen Maßnahmen wirken, zeigten die jährlich von der AOK als Kooperationspartner durchgeführten Auswertungen der Fehltage sowie der Langzeiterkrankungen, freute sich Norbert Kettlitz, der für Mittelfranken zuständige AOK-Direktor. Gudrun Clauß von der DQS, welche die Auditierung durchführte, würdigte die Nachhaltigkeit des Betrieblichen Gesundheitsmanagements im AWO-Kreisverband: "Hier ist die Mitarbeitergesundheit Teil der Unternehmenskultur geworden."