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17.04.2020

AWO appelliert an Politik

Forderung nach einheitlicher Regelung für Elternbeiträge

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass es derzeit keinen gesellschaftlichen Bereich gibt, der nicht von der Corona-Pandemie betroffen ist. Die Kindertagesstätten in Bayern gehören definitiv dazu. Denn seit Beginn der Ausgangsbeschränkung Mitte März bleiben sie bis auf die Notbetreuung geschlossen: Eine große Herausforderung für berufstätige Eltern, deren Ende vorerst nicht absehbar ist.

Um die Erziehungsberechtigten zumindest finanziell zu entlasten, übernehmen mancherorts die Kommunen die ausfallenden Elternbeiträge. In großen Teilen Bayerns ist dies nicht der Fall bzw. nicht möglich. Wo die Kommunen nicht einspringen, sollen laut Bayerischem Sozialministerium die Kita-Träger – das betrifft maßgeblich die Verbände der Freien Wohlfahrt Bayerns, zu denen die Arbeiterwohlfahrt (AWO) zählt – entscheiden, ob sie den Müttern und Vätern die Gebühren trotz geschlossenen Betriebs in Rechnung stellen.

Eine schwierige Entscheidung, zumal gemeinnützigen Leistungsträgern wie den AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd, wenn sie auf die Elternbeiträge verzichten würden, eine ernsthafte finanzielle Schieflage droht. So summieren sich im örtlichen AWO-Kreisverband, der in der Stadt Schwabach sowie dem Landkreis Roth in zehn Einrichtungen Kinder im Krippen-, Kindergarten- oder Grundschulalter betreut, die monatlichen Elternbeiträge auf über 120.000 Euro und sind wesentlich für die Deckung der Betriebskosten. Gleichzeitig wissen die Kindertagesstätten jedoch auch von der finanziellen Belastung der Menschen in Zeiten von Kurzarbeit und Auftragsrückgängen.

Vor diesem Hintergrund appellieren Hartmut Hetzelein als Vorstandsvorsitzender des AWO Kreisverbandes Mittelfranken-Süd und Christine Heller als zuständiger Vorstand Kinder, Jugend & Familie an die Bayerische Staatsregierung, namentlich Sozialministerin Carolina Trautner: „Bitte schaffen Sie schnellstmöglich eine einheitliche Regelung für ganz Bayern, indem grundsätzlich der Freistaat die ausfallenden Elternbeiträge für die Zeit der Schließung übernimmt. Damit entlasten Sie Eltern, Kommunen und Kita-Träger finanziell. Vor allem aber wäre dies ein starkes Signal an alle Beteiligten für den hohen Stellenwert einer qualitativen Betreuung für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Bei dieser Forderung wirbt die Arbeiterwohlfahrt auch um Unterstützung der örtlichen Politik. So gingen entsprechende Schreiben Ende der Woche an die hiesigen Landtagsabgeordneten, Landrat und Bürgermeister.